• Daniel Allertseder

Der Kulturförderpreis 2020 geht an...

2018 war das erste Jahr des neu initiierten Kulturpreises des Landkreises Rottal-Inn - meinem Heimatlandkreis. Eine hervorragende Idee, kreative Köpfe der Region zu würdigen und auszuzeichnen. Kulturelle Arbeit, und im Allgemeinen jegliche Arbeit die im Sinne der Musik, des Schauspiels, der Literatur oder der Brauchtumspflege dient ist eine überaus wichtige Arbeit, denn ohne Kultur gäbe es kein Erbe, und kein Erbe kein Grund, gerne Mensch zu sein. Und so war ich 2018 schon glücklicher Nominierter des neuen Preises, es hatte damals aber leider nicht geklappt, der Preis ging an einen Kulturverein und an eine engagierte Geigerin, die ein örtliches Festival auf die Beine gestellt hat. Ich habe mich für sie sehr gefreut. Dann kam das Jahr 2019; ich erhielt weder Nominierung noch Einladung zur Verleihung, was ich auch nachvollziehen konnte, und so habe ich den Preis im darauffolgenden Jahr, also 2020, komplett aus den Augen verloren.


Bis ich am 07.01.2021 einen Anruf vom Kulturbeauftragten des Landkreises erhalten habe, und jener Kulturbeauftragte mir mitteilte - mit Entschuldigung bezüglich der erheblichen Verspätung (normalerweise, so meinte er am Telefon, geschieht die Benachrichtigung schon im Oktober, spätestens aber im November. Aber gut: Komisches Jahr, andere Gepflogenheiten) - dass ich der Preisträger des Kulturförderpreises des Landkreises rückwirkend für das Jahr 2020 bin. Ähnlich wie bei den vorletzten Nobelpreisverleihungen: Olga Tokarczuk hat den Literaturnobelpreis rückwirkend für 2018 erhalten, da in jenem Jahr keine Verleihung stattfand.


Es ist unglaublich surreal, diese Nachricht wissentlich noch im Kopf zu haben - die Tatsache, dass es zwei Jahre später geklappt hat und ich nun stolzer Kulturpreisträger sein darf, lässt mich jetzt, und bestimmt auch noch das ganze Jahr über ein Lächeln auf die Lippen zaubern.


Die genaue Begründung weiß ich noch nicht, warum der Förderpreis nun mir gilt, da muss ich noch etwaigen Berichterstattungen [die ich hier selbstverständlich teilen werde] abwarten, wenn nicht sogar die Verleihung im Oktober. Es ist nämlich so, dass die Preisträger von 2020 mit den Preisträgern von 2021 zusammen ausgezeichnet werden, innerhalb einer Veranstaltung, weil eine Verleihung aus bekannten Gründen im letzten Jahr nicht stattfinden konnte.


Der Preis an sich ist eine Trophäe aus Bronze, die in Rottal-Inn entworfen und hergestellt wurde. Zudem erhalten die Förderpreisträger eine Urkunde sowie 500 EUR Preisgeld, wie man es auch öffentlich in dem Beschluss des Landkreises auf deren Homepage nachlesen kann.


Es gibt jedes Jahr zwei Preise: Der Kulturpreis, dotiert mit 2500 EUR und einer Trophäe und der Kulturförderpreis, der an junge Kulturschaffende geht, welcher, wie oben beschrieben, mit 500 EUR, einer Urkunde und einer Trophäe dotiert ist.


Ich freue mich wirklich über die Maßen und grinse fröhlich über das ganze Gesicht, da ich von keiner Nominierung wusste und auch nicht im Entferntesten ahnen konnte, dass die Jury an mich gedacht hatte.


Die Auszeichnung aber ist ein weiterer Schub für meine Kreativität und für mein Engagement, sodass ich, wenns wieder möglich ist, mehr und noch viel mehr mit der Literatur und mit der regionalen Kultur machen möchte. Ich möchte Lesungen organisieren, ein Festival auf die Beine stellen, ich möchte mit Autoren und Buchaffinen zusammenarbeiten und die Literatur bei uns im Rottal einfach progressiv etablieren - sodass wir vielleicht bald eine regelrechte, provinzielle Liebe zur Literatur, aber auch zu allen anderen kreativen Künste pflegen. Dies wäre mein Wunsch. Und ich danke hiermit allen - wirklich allen! - die


- meine Romane und Werke lesen und weiterempfehlen, die mir Rückmeldung geben und über meine Bücher sprechen

- mir Rückenwind geben und mich bestärken bei Allem was ich mache. Ein besonderer Dank gilt hier natürlich meiner Familie und meinen Freunden, unbedingt erwähnen will ich aber Eva Hörhammer, die einfach eine so fantasische Arbeit leistet, sodass das Bundesverdienstkreuz ganz allein ihr gelten soll. Am Telefon habe ich erfahren, dass Eva mich nominiert hat, und dafür danke ich ihr aus ganzem Herzen!

- mit mir Arbeiten und meine Ideen Stück für Stück weiterentwickeln, hier ein Dank an die Kurverwaltung Bad Birnbach, die meine Idee eines Literaturfestivals bereits zu Beginn zur ersten Veranstaltung unterstützt haben

- mich letztendlich immer begleiten - sei es durch Sonnenschein oder trübes Wetter.


Es ist erst der Anfang. Mein Kontingent an sprudelnden Ideen, frischen Aktionen und hoffentlich tollen Events kocht erst heiß - also, da kommt noch was! Und ich lasse nicht nach, bis ich alt und grau bin, das verspreche ich!


Ich danke Euch allen.


Alles Liebe

Euer


© 2020 Daniel Allertseder

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